Global vernetzen, vor Ort Zeichen setzen – diesem Motto folgen zahlreiche
oberösterreichische Agenda 21-Gemeinden, indem sie durch Projekte die Zukunft
nachhaltig mitgestalten. Beim diesjährigen Agenda 21-Netzwerktreffen in Linz wurden Gemeinden, Städte und Regionen ausgezeichnet, die vorbildliche Agenda 21-Arbeit leisten. Die von Landesrat Rudi Anschober ausgezeichneten Gemeinden im Mühlviertel sind Vorderweißenbach und Eidenberg im Bezirk Urfahr-Umgebung und Weitersfelden im Bezirk Freistadt.

Das Agenda 21-Team aus Weitersfelden freute sich über die Auszeichnung durch Landesrat Rudi Anschober und DI Wolfgang Rescheneder, Leiter der oö. Zukunftsakademie. Foto: LandOÖ/Kauder
Das Agenda 21-Netzwerk wächst beständig weiter. „Das Ergebnis nach 14 Jahren Agenda 21 in Oberösterreich kann sich sehen lassen: 120 Gemeinden, acht Regionen, mehr als 100 erstellte Zukunftsprofile und über 500 Nachhaltigkeitsprojekte. Zahlreiche weitere Projekte befinden sich in Planung. Daher erwarten wir auch weiterhin eine positive zukünftige Entwicklung von Oberösterreichs Gemeinden,“ sagt Landesrat Rudi Anschober. „Die Fertigstellung des Zukunftsprofils ist ein wesentlicher Schritt, um Visionen und Ideen festzuhalten und zu konkretisieren, die Basis für die Initiierung und Umsetzung von Projekten sind“, so Günther Humer, Leiter der Agenda 21-Leitstelle, „wir freuen uns, dass sich für diese Gemeinden Agenda 21 als hervorragendes Instrument erwiesen hat, um gemeinsam mit der Bevölkerung zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.“
Weitersfelden bemüht sich unter anderem besonders um die Zukunft der jungen Generation. So sollen günstige Startwohnungen für junge Erwachsene und Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Die Gemeinde Vorderweißenbach des Bezirks Urfahr- Umgebung zeichnet sich durch eine äußerst gelungene Öffentlichkeitsarbeit und Projekte wie ein Jugendparlament, eine Schmankerlwanderung und die ökologische Siedlungsentwicklung aus. Eidenberg wurde für das langjährige Agenda 21-Engagement ausgezeichnet. Die Mitglieder zweier Arbeitskreise zu den Themen „Kultur“ sowie „Energie und Natur“ sind bereits seit dem Jahr 2000 aktiv mit der Gestaltung ihrer Gemeinde beschäftigt. Umgesetzt wurden eine Langlaufloipe, die Erneuerung des Gymnastikweges, Energiespar-Initiativen und flächensparende Bau- und Wohnideen. Zudem wurde eine Website erstellt mit allen Informationen zu den Agenda 21-Prozessen, die unter dem Link unten aufgerufen werden kann.
Neben den Feierlichkeiten wurde die Veranstaltung für einen Rückblick auf die geleistete Agenda 21-Arbeit genutzt und in die Zukunft geblickt. Univ.-Prof. Dr. Michael Narodoslawsky hielt einen Festvortrag zum Thema „Ländliche Lebensräume im Jahr 2030 – mögliche Zukunftspfade und Stolpersteine“. Die über 200 Teilnehmer/innen des oberösterreichischen Netzwerktreffens nutzten die Gelegenheit auch, um Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Link: Eidenberg Info